The Unkown – Session 16

Nach langer Reise kehrte die Gruppe in die Wälder rund um Vals alte Heimat zurück – eine Stätte der Erinnerungen, doch auch des Verlusts. An der Lichtung ihres einstigen Baumhauses platzierten sie das Würfelhaus, das langsam zur neuen Basis ihrer Abenteuer wird. Doch der Anblick des abgebrannten Heims trifft Val wie ein Dolchstoß. Sie richtet sofort den Verdacht auf Johnny, Feuer und Schuld vermischen sich in ihrem Herzen zu Zorn.
Doch die Wahrheit ist anders – wie Schweisser, Tervon und Durtus berichten, war es ein Goblinüberfall. Als Val den kleinen Goblin Matz erblickt, brennen die Sicherungen durch: Ein gezielter Schlag trifft ihn mitten ins Gesicht, während Marik noch versucht, ihn zu schützen. Tervon will sie aufhalten, Schweisser spricht auf sie ein – vergebens. Erst als Jacko sich dazwischenstellt und auf die hohen Kosten der Wiederbelebung hinweist, lässt Val ab. Sie akzeptiert widerwillig, dass der Goblin am Leben bleibt, erkennt jedoch keinerlei Wert in ihm.
Während Schweisser sich auf die Suche nach der seltenen Silberdistel macht – und immerhin ein paar zarte Spösslinge entdeckt –, erlaubt Val Egsi, die Überreste ihres Hauses nach brauchbarem Material zu durchforsten. Eine stille Geste der Akzeptanz, wenn auch ohne große Emotion.
Durtus offenbart eine neue Gabe: ein Ritual, das ihn zur gesuchten Pflanze führen kann. Warum er anschließend rollend statt laufend der Spur folgt, bleibt ein Rätsel – doch die Gruppe zieht mit. Matz, halb Reue, halb Ratgeber, weist sie darauf hin, dass auch Clanführer der Goblins in jener Richtung vermutet werden.
Mit wachsender Vorsicht nähert sich die Gruppe dem Zielgebiet. Durtus dämpft ihre Geräusche mit Magie, und Val beginnt den Angriff mit einem tödlichen Schuss auf einen Baumwächter. Bald stoßen sie auf eine Lichtung, wo zwei Goblins Wache stehen und vier Orks um ein Feuer lagern. Der Überraschungsangriff verläuft präzise: Schweisser bringt mit einem plötzlichen Feuerausbruch das Lagerfeuer zur Explosion und blendet zwei der Orks. Durtus murmelt kaum hörbar „Surprise Moonbeam“ – ein sengender Strahl mondhellen Lichts trifft zwei weitere Gegner. Val durchbohrt einen Ork mit vier präzise gesetzten Bolzen. Tervon beschwört seinen Guardian Spirit, der sich im magischen Nahkampf mit dem Geisterschamanen der Orks misst – ein ätherischer Ringkampf, begleitet von brodelnden Energien. Schweisser ruft Fifi in die Schlacht, eilt dann selbst vor und enthauptet einen Goblin mit einem einer Hand voll Strom und den Worten: „Sieh das Licht!“
Als der letzte Ork fällt, seufzt Val nur: „Schade, der Kampf ist schon vorbei?“ Im selben Moment bäumt sich das Dickicht am Waldrand auf – ein gewaltiger weißer Eldereber bricht hervor, donnert in die Gruppe und schleudert Val brutal zur Seite. Schwer verletzt rettet sie sich mithilfe ihrer Spiderclimb-Schuhe auf einen Baum. Der Rest der Gruppe reagiert blitzschnell, und es entbrennt ein erbitterter, langwieriger Kampf gegen das urtümliche Biest, der mit einem vernichtenden Hammerschlag Tervons endet.
Die Gefährten durchsuchen die Lichtung und bergen nicht nur Beute und die gesuchte Silberdistel, sondern auch den Eber, dessen Fleisch im Würfelhaus zubereitet und dessen mächtiger Schädel später das neue Heim zieren soll.
Zurück beim Haus bringt Matz einen Blumentopf zurück, den er in den Trümmern von Val’s Haus gefunden hat – eine stille, zittrige Entschuldigung. Val nimmt ihn wortlos an. Vergeben ist damit noch lange nichts – doch vielleicht ein erster Schritt getan.
Mit der Rückkehr ins Würfelhaus endet ein ereignisreicher Tag – ein weiterer Schritt auf dem Weg, Vergangenheit zu bewältigen und Zukunft zu gestalten.

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