Im Hof der Kaserne von Neverwinter, wo das seltsame magische Haus der Helden in voller Pracht stand, begann ein neuer Tag. Schweisser und Tervon weilten noch beim Herzog, doch der Rest der Gruppe sammelte sich in der Taverne: Durtus, Val, Marik, Jacko – und ein neuer Gast.
Wanginius, ein reisender Warlock, tauchte wie aus dem Nichts auf und eroberte die Herzen der Zwerge im Sturm – mit einer simplen, aber wirkungsvollen Geste: Er bestellte ein Glas Mayonnaise. Damit war er aufgenommen.
Da Bobby ihnen den Hinweis gegeben hatte, suchten die Abenteurer zunächst Sallys Taverne auf. Dort erwartete sie eine Überraschung der besonderen Art: Richard Lugner hatte die Schäden ihres letzten Besuchs nicht einfach repariert, sondern mit einem steinernen Relief verewigt. Es zeigte Durtus, wie er kopfüber vom Dach stürzte, und Jacko, wie er mitten durch die Hauswand brach und darin stecken blieb. Die Szene, mit übertriebener Komik gemeißelt, war nun Teil der Stadtgeschichte – ein Denkmal für die schiere Dummheit, das noch Generationen erheitern würde.
Zurück in der Taverne begann der Abend mit einem fragwürdigen Puppentheater. Durtus und Jacko gaben ihr Bestes, doch das Ergebnis war ein wirres Gestammel und eine wilde Gestik, die das Publikum eher zum Kopfschütteln als zum Klatschen brachte. Und doch – die Botschaft war klar: Die Helden waren zurück in der Stadt.
Der Abend eskalierte, wie es in ihrer Art lag. Jacko, nach einem kräftigen Schluck Feenbock, verwandelte sich in eine leuchtende Diskokugel und tanzte gemeinsam mit Durtus auf den Tischen, während die Gäste jubelten und lachten. Zwischen Bierkrügen, Fiedelmusik und Gelächter war das Chaos vollkommen.
Plötzlich huschte eine Maus über den Boden. Für Durtus, den druidischen Freund der kleinen Kreaturen, war dies ein Zeichen. Er jagte ihr nach, doch verlor sie im Gedränge. Val, mit spöttischem Lächeln, neckte ihn unaufhörlich. Gekränkt verwandelte sich Durtus kurzerhand selbst in eine Maus und versuchte, Val zu beißen – nur um sich in einem Bierglas wiederzufinden, wo sie ihn lachend versenkte.
Während die Taverne im Lärm versank, schlich Marik hinaus in die Schatten. Sein Ziel: die Diebesgilde. Dort traf er den Tagwächter und erfuhr von beunruhigenden Vorkommnissen in der Stadt. Zwischen den dunklen Gestalten im Versteck nahm er einen widerwärtigen, schlangenartigen Geruch wahr. Yuan-Ti – verkleidet, lauernd. Als er versuchte, sie näher zu beobachten, lösten sie sich in der Menge auf. Marik teilte seine Vermutung mit dem Wächter, bevor er zurückkehrte.
Unterdessen hatte Durtus die Maus tatsächlich gefunden – oder besser gesagt, ihr ganzes kleines Volk. Er versuchte, mit ihnen zu sprechen, doch sie durchschauten ihn sofort. „Nicht von hier“, fauchten sie, und warfen ihn aus ihrem Bau. Gedemütigt kehrte er zurück.
So fanden sich die Gefährten wieder zusammen: Marik mit düsteren Nachrichten von der Gilde, Durtus mit einer Abfuhr durch die Mäuse, und die anderen trunken vor Bier, Tanz und Chaos. Inmitten von Gelächter und Sorgen endete die Nacht – eine Nacht, die mehr versprach, als sie preisgab.


