The Unkown – Session 26.2

Der Tag begann, wie nur die besten Abenteuer beginnen: mit einem Kater und ohne Orientierung.
Jacko und Durtus wachten im Holzwürfelhaus auf – allein, verkatert, und mit einem seltsamen Gefühl im Nacken. Hans, der Strauch, war verschwunden. Und das Haus… war anders. Die Wände bewegten sich, die Luft war elektrisch. Im Keller fanden sie Egsi – zitternd, speiend, ein Schatten seiner selbst. Der ganze Raum roch nach Metall, Erbrochenem und Magie.
Dann öffnete Durtus aus einer Eingebung heraus die Eingangstür – Schneesturm. Jacko, verwirrt, öffnete sie erneut – Sonnenschein. Fenster, Tür, wieder zurück. Nichts ergab Sinn. Bis sie hinaustraten… und das Haus verschwand.
Sie standen plötzlich neben einer Stadtmauer. Schneesturm. Keine Spur vom Holzwürfel. Dafür zwei neue Gesichter: Arixim, und Lanlion Duskblade. Sie wussten etwas – vor allem eines: Jacko wird sterben. Das hatte Lanlion in ihren Träumen gesehen. Und Träume lügen nicht immer.
Jacko – offenbar ortskundig – führte sie durch die frostige Stadt, bis sie in einer Spelunke einkehrten, die er mit den Worten „Wunderschön hier“ kommentierte. Arixim säuberte das fragwürdige Essen und verwandelte es in geschmackloses Wasser. Jacko war zufrieden – mit einem ganzen Fass „Gute Nacht Bier“ im Arm schlief er ein.
In der Nacht träumte Lanlion. Regen. Klippe. Meer. Ein Lichtstrahl durchschneidet die Dunkelheit. Und dann: „Hans. Hans. Hans.“
Am nächsten Morgen verband sich alles: Durtus erzählte die Geschichte von Hans, jenem verfluchten Strauch. Die Spur führte zu einem alten Leuchtturm, einen Tag südlich der Stadt.
Dort… fanden sie Hans.
Der Busch hatte sich wie eine Rune aus Fleisch und Holz um den Leuchtturm geschlungen. Die gleichen Runen wie auf Jackos Haut. Durtus sprach mit ihm – doch Hans antwortete nur in Infernal. Eine Verbindung war offensichtlich. Jacko hatte Hans mit seinen uralten Runen „infiziert“ – und Hans hatte das Würfelhaus beeinflusst. Ein Kreislauf aus Magie, Wahnsinn… und Efeu.
Sie betraten den Turm.
Eine Falltür führte in ein altes Labor – Staub, alchemistische Apparaturen, mechanische Einzelteile. In der Mitte: ein Schmiedeofen. Als Jacko seinen Hammer in eine Ausbuchtung steckte, begann der Raum zu leben. Grüne Runen flammten auf, der Ofen erwachte. Dann… krachte ein Konstrukt durch die Falltür.
Vier Arme, zwei Äxte, zwei Hämmer. Ohne zu zögern trieb es die Waffen in Jacko – doch kein Blut floss. Stattdessen sog es ihn aus. Es trank sein Leben.
Der Kampf war wild: Lanlion schlug einen Arm ab, Arixim hielt stand, doch seine Angriffe fanden kaum Halt. Durtus, clever wie immer, verwandelte sich in ein Wiesel, huschte ins Konstrukt und zerbiss dessen inneres Herz.
Das Monster fiel. Doch Jacko – war bereits gefallen.
Sein Körper, leblos. Kein Fleisch, kein Blut – nur Metall. Knochen aus Erz, Adern aus Drähten.
Le Fler erschien – wie immer zur richtigen Zeit. Er zog eine Spielkarte aus dem Konstrukt und blickte auf Jackos Leiche.
„Ihr wusstet das nicht? Niemand mit Verstand isst einen Monat lang täglich ein Kilo Mayonnaise.“
Der Wahnsinn hatte Methode.
Zurück im Würfelhaus fanden sie Hans… ruhig. Der Fluch wich. Die Runen flackerten und erloschen.
Doch Jacko blieb zurück. Ein Schatten seiner selbst. Die Wahrheit war enthüllt – er war nie ganz das, was sie dachten.
Er war mehr. Oder weniger.

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