Die Gruppe erreichte schließlich die Stadt Nesmé – doch der Einlass gestaltete sich schwierig. Wegen der Vorfälle auf dem Weg zur Stadt (Stichwort: Überfall auf die Familie) war die Gruppe dort mittlerweile steckbrieflich gesucht. Besonders Tervon schien ins Visier der Obrigkeit geraten zu sein – sein Kopfgeld war deutlich höher als das der anderen.
Tervon, Val und Durtus versuchten ihr Glück direkt am Stadttor – und mussten prompt die Beine in die Hand nehmen, als sie von den Wachen erkannt wurden. Die Flucht führte sie ins angrenzende Moor, wo sie mit Mühe und Not ihre Verfolger abschütteln konnten. Marik hingegen hatte Glück – offenbar hatte ihn niemand erkannt. An seiner Seite: Johnny, ein neuer Gefährte – Hochelf, Warmage, und freischaffender Söldner, der der Gruppe erst kurz vor Nesmé beigetreten war. Auch Hans der Strauch hatte es geschafft und blieb vor einer Taverne stehen.
Johnny und Marik erkundeten die Stadt auf eigene Faust. AN einer Anschlagtafefl am Marktplatz fanden sie die ersten Steckbriefe ihrer Gefährten – eine beunruhigende Entdeckung, die jedoch durch einen Besuch in der Taverne Zum umgedrehten Wildschwein etwas gemildert wurde. Während Hans draußen Wache stand, gönnten sich die beiden eine kühle Erfrischung. Dort gelang es Marik zudem, erste Kontakte zur örtlichen Unterwelt zu knüpfen: Ein Treffen mit einem Dieb wurde für Mitternacht vereinbart – hinter der Taverne.
Inzwischen schlichen sich Tervon (als Mensch), Val (ebenfalls als Mensch) und Durtus (als Pony) verkleidet in die Stadt zurück. In der Taverne trafen sie wieder auf Marik und Johnny. Gemeinsam wurde die Zeit bis zum nächtlichen Treffen genutzt: Die Gruppe verkaufte erbeutete Wolfsfelle am Marktplatz und Johnny begann auf eigene Faust zu ermitteln. Ihn interessierte eine Serie von Diebstählen, bei denen er einen Zusammenhang mit dem Dieb vermutete, der später am Abend erscheinen sollte. Zwar konnte er Spuren und betroffene Läden ausfindig machen, doch die Stadtwache wollte ihm ohne Beweise keinen Glauben schenken.
Beim abendlichen Treffen führte Johnny die Verhandlungen – in typischer Söldnermanier: Für Gold war er zu allem bereit. Der Dieb jedoch zeigte sich wenig beeindruckt. Offenbar war ein Teil der gestohlenen Ware bei der Wache selbst gelandet – und der Dieb hatte entsprechend wenig Angst vor Konsequenzen. Dennoch teilte er einige interessante Informationen: Die Stadt wurde vor kurzem von einer Gruppe seltsamer Menschen düstere, unheilvolle Gestalten, die einen seltsamen Geruch verströmen , die offenbar mit Dunkelelfen unterwegs sind besucht. Einer der Diebe war bei dem Versuch, diese Gruppe zu bestehlen, ermordet worden.
Für die Flucht aus der Stadt gab der Dieb Marik einen geheimen Hinweis: Er solle „nach dem Zeichen“ suchen. Danach trennten sich ihre Wege. Der Rest der Gruppe hatte das Treffen aus sicherer Entfernung beobachtet, bereit einzugreifen – doch es kam zu keiner Eskalation.
Mit dieser düsteren Vorahnung und einem möglichen Fluchtweg endete die Session – im Schatten der Stadt, zwischen Steckbriefen, Bier und der Frage: Wer sind diese dunklen Begleiter aus den Tiefen – und was suchen sie in Nesmé?
The Unkown – Session 10


