The Unknown – Session 11

Der Regen fiel schwer auf das Pflaster von Nesmè, als die Gruppe im Morgengrauen mit der unerwarteten Hilfe eines flinken Diebesmädchens die Stadt verließ. Während die Wachen abgelenkt wurden, schlüpften Val, Durtus, Tervon, Marik, Jacko und Schweisser unbehelligt durch das Stadttor – ihr Weg führte sie weiter nach Westen, auf schlammigen Straßen und unter tief hängenden Wolken.
Am Weg zur nördlich gelegenen Bergkette der Fourth Peaks begegnete die Gruppe einer alten Elfe, die von Straßenräubern überfallen worden war. Der Elfe war schnell mite in paar Zaubersprüchen geholfen und mit ihr kommt ein Hinweis auf die dunkle Präsenz der Yuan-Ti, die sich wie ein unsichtbarer Faden durch ihre Reise zu ziehen scheint.
Als sie die Hauptstraße verließen, um tiefer in das nördliche Hochland vorzudringen, fiel ihnen eine kleine Gruppe von Verfolgern auf, die in der Ferne auf gleicher Route folgten – zu weit entfernt, um genaueres zu erkennen, aber nah genug, um ein ungutes Gefühl zurückzulassen. Ein kurzer Halt führte sie zu Vals alter Heimat: einem filigranen, moosbedeckten Baumhaus, versteckt in den Bäumen, das einen Moment stiller Erinnerung bot, bevor das Wetter endgültig in ein Schneetreiben umschlug.
Der Aufstieg ins Gebirge führte zur Überquerung einer alten, baufälligen Steinbrücke, die – wie nicht anders zu erwarten – Jacko sofort mit grimmiger Entschlossenheit betrat. Trotz des tosenden Windes und des knirschenden Gesteins gelang der Übergang, und kurz darauf erreichten sie die vergessenen Überreste der alten Zwergensiedlung Siedelstein.
Hier wurden Jackos Schritte plötzlich schwer. Stimmen seiner Ahnen, fern und hallend, riefen durch die kalte Bergluft. Runen, halb von Moos überwuchert, offenbarten ihm ein uraltes Ritual, das ihm den Weg weisen sollte – und die innere Unruhe trieb ihn weiter. Ein schmaler Grat führte schließlich zu einem gewaltigen Talkessel, dessen Wände steil in die Tiefe stürzten. In der Dunkelheit konnten sie nur ahnen, was sie dort unten erwartete: Stein, Säulen, Vergangenheit.
Sie entdeckten eine schmale, handgemeißelte Treppe, die sich entlang der Steinwand in Richtung des Kesselbodens wand – und am Fuß der Grube offenbarte sich ein gewaltiges Tor aus schwarzem Stein. Jacko, von seiner Ahnung getrieben, legte seine blutende Hand auf das kalte Gestein – und wurde im selben Augenblick von einer Vision hinweggerissen.
Als er wieder zu sich kam, stand das Tor offen. Dahinter erstreckte sich eine kolossale Halle, still und ehrfurchtgebietend. Alte Banner, zerbrochene Klingen, Knochen – Zeugnisse einer uralten Schlacht lagen verstreut wie Schatten aus der Vergangenheit. Doch ehe sie sich weiter umsehen konnten, vernahmen sie ein Geräusch: Scharren, ein Flüstern, Schritte, die sich rasch in der Dunkelheit entfernten…
Die Session endete mit angehaltenem Atem – vor dem Tor zu etwas Altem, Mächtigem, Unvergessenem.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top