The Unknown – Session 12.1

Der Staub uralter Hallen hängt schwer in der Luft, als sich beide Gruppen durch die Eingangsgewölbe von Mithrillhalle tasten. Der Weg, gesäumt von geborstenen Säulen und halbverfallenen Zwergenrunen, ist still – unheimlich still. Doch der Frieden währt nicht lange.

Mit einem grollenden Dröhnen bricht ein Teil des Tunnels ein. Geröll stürzt in die Tiefe – und mit ihm: Val, Durtus und Johnny. Ein letzter Schrei, dann nur noch Dunkelheit.

Marik, Jacko, Tervon und Schweisser stehen fassungslos am Rand der Bruchstelle. Die Entscheidung fällt schnell: Sie folgen dem Weg nach unten – tiefer, dunkler, hoffend, ihre Gefährten wiederzufinden.

Die Pfade winden sich serpentinenartig durch uralte Felsadern, und bald schon breitet sich ein labyrinthisches Netz aus. Doch statt sich zu verirren, erkennen sie das Muster – Tervons Gespür für Stein und Jackos Blut führen sie sicher hindurch. Überall Spuren eines Kampfes: eingestürzte Gänge, versengte Steinplatten, zerbrochene Waffen. Eine Schlacht hat hier gewütet – vor langer Zeit.

In einer kleinen, zentral gelegenen Wachkammer stoßen sie auf eine verriegelte Tür. Schweisser knackt das uralte Schloss mit einem Knacken, das lauter klingt als jede Schlacht – und dahinter liegt ein Raum, der anders ist: ein Schlafgemach, spärlich, aber gepflegt. Inmitten eines zerfallenen Bettes: das Skelett eines Zwerges, eingehüllt in Staub und Schweigen.

Doch der wahre Fund liegt auf dem Tisch. Briefe – fein geschrieben, in makellosem Common – unterzeichnet: Drizzt Do’Urden. Der legendäre Dunkelelf hatte hier einst gerastet. Seine Worte, gerichtet an eine Frau namens Catti-brie, erzählen von Trauer, Pflicht und der Sehnsucht nach Frieden. Die Gruppe behält sie – als Zeugnis, als Relikt… vielleicht auch als Schlüssel zu mehr.

Der Weg führt weiter abwärts, tiefer in den Schatten der Halle. Und dort – aus der Dunkelheit – eine Bewegung. Eine Patrouille von Duergar, bleich und grimmig. Jacko tritt hervor, nennt seinen Namen: Felsenfaust. Statt Respekt erntet er Hohn – und Stahl.

Ein erbitterter Kampf entbrenn. Als Marik seine Kräfte entfesselt, hält einer der Dunkelzwerge inne – erkennt die fremdartige Aura um ihn. „Ilithid-Berührter“, zischt er, mit einer Mischung aus Furcht und Hass. Die Schlacht ist knapp, schmerzhaft – aber sie siegen.

Und dann, zwischen Blut und Staub, hallt ein Ruf. Stimmen. Bekannte. Die andere Gruppe, durch einen Nebengang gelockt von den Kampfgeräuschen, stößt zu ihnen. Erschöpft, aber lebendig, vereint sich die Gemeinschaft wieder im Herzen der verlorenen Stadt.

Das Echo der Vergangenheit ist laut – und die Schatten werden tiefer.

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