The Unknown – Session 14

Die kühle Luft Mithrill Halles roch nach altem Metall und Staub, als sich unsere Helden erneut durch die finsteren Gänge der versunkenen Stadt bewegten. Noch lastete der Staub vergangener Kämpfe in der Luft – in jenem Raum, in dem sie sich einst gegen eine finstere Dunkelelfe und einen fanatischen Yuan-Ti behauptet hatten. Dort begann ihre Rückkehr – zwischen Leichen, verlorener Hoffnung und dem dumpfen Echo eigener Schritte.

Ein Entschluss wurde gefasst: Die Leichen sollten begraben werden – mit Ausnahme des Yuan-Ti-Kopfes, den Johnny Cash mit einem ernsten Blick einpackte. „Für… Verkelidungen“, murmelte er, ohne jemandem direkt in die Augen zu schauen.

Mit geschickten Händen und alten Tricks schmückten sie sich erneut in die Maskerade von Duergar und Drow. Verkleidet und mit schnellen Schritten durchquerten sie die Hallen der feurigen Schmieden. Nur flüchtige Blicke folgten ihnen – die Tarnung hielt. Am Aufzug angelangt, begann der mühselige Aufstieg. Doch Durtus – wie immer dem Pfad des Ungewöhnlichen verschrieben – entschied sich, die Treppe zu nehmen. „Ich… brauche Bewegung“, keuchte er, Hans, den sprechenden Busch, unter den Arm geklemmt.

Oben angekommen gelang es der restlichen Gruppe nicht nur, die Wachen zu umgehen, sondern sogar einen misstrauischen Zwerg davon zu überzeugen, bei der Entzifferung der letzten Gegengiftzutat zu helfen. Nur Durtus ließ auf sich warten. 30 lange Minuten später erschien er – völlig erschöpft, mit zerzaustem Bart und schmerzverzerrtem Gesicht. Hans war heil, Durtus weniger.

Der Weg hinaus führte sie durch verschneite Gänge und hinaus ins frostige Dämmerlicht der Berge – bis sie auf eine Patrouille stießen: ein einzelner Duergar, umzingelt von drei knurrenden Schattenmastiffs. Der Kampf war kurz – aber gnadenlos. Blut färbte den Schnee, und der Zwerg überlebte nur um Haaresbreite. Doch der wahre Schrecken kam erst danach.

Aus dem Nebel des verblassenden Kampfes stieg ein geisterhafter Zwerg – bleich, durchscheinend, voller Zorn. Mit einem durchdringenden Schrei stürzte er sich auf die Gruppe. Und als ob das nicht genügte, riss plötzlich Tervon seine Waffe hoch – und wandte sich gegen seine Gefährten. Der Blick in seinen Augen: leer, fremd… und voller Schmerz.

Nur mit Mühe – und einer ordentlichen Portion Glück – konnte der Spuk gebannt werden. Als die Gefahr verflogen war, fiel Vals Blick auf den ominösen Stein, den sie einst aus der Tiefe mitgebracht hatten. „Weg damit!“, fauchte sie. Doch als er am Boden zurückgelassen wurde, schielte Johnny zu Marik – und ein verschwörerisches Grinsen und der Stein verschwand erneut… diesmal stiller.

Im fahlen Licht des beginnenden Morgens erreichte die Gruppe schließlich ihr Ziel: die verlassene Siedlung Siedelstein, wo sie erschöpft, aber lebendig ihr Lager aufschlugen. Der Schnee knirschte unter den Füßen, der Wind sang alte Lieder – und in ihren Taschen pochte noch immer ein dunkles Geheimnis.

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