The Unkown – Session 20

Die Reise nach Langsattel verlief zunächst ruhig, bis die Gruppe – bestehend aus Schweisser, Tervon und Marik – am Waldrand auf die Überreste einer scheinbar verlassenen Karawane stieß. Zerschlissene Planen flatterten im Wind, zurückgelassene Kisten und aufgerissene Fässer warfen Fragen auf – doch kein einziges Zeichen von Leben. Erst bei genauerem Hinsehen offenbarte sich ein seltsames Detail: Ein zerbrochener Spiegel, dessen Splitter sich wie silberne Dornen im Gras verloren hatten, schimmerte unheilvoll im Dämmerlicht.

In einem der Fässer – halb verborgen zwischen Holzplanken – fand die Gruppe einen zitternden Jungen. Dreckverschmiert, verängstigt, mit großen Augen bat er um Hilfe. Es war ein Bild des Mitleids… und zugleich der Anfang eines Albtraums.

Misstrauisch, aber hilfsbereit, nahmen sie den Jungen mit in ihre Taverne, die sie mithilfe des magischen Holzwürfels für die Nacht aufgestellt hatten. Die vertraute Umgebung gab nur kurz Sicherheit – denn noch in derselben Nacht offenbarte sich das wahre Gesicht des Kindes: Der Körper des Jungen zerfloss zu silbernem Quecksilber, seine Augen spiegelten das Entsetzen seiner Gastgeber. Ein Spiegelteufel hatte sich eingeschlichen – und der gebrochene Spiegel war sein Anker.

Ein chaotischer Kampf entbrannte innerhalb der Taverne. Zwischen Tischen, Polstern und magischem Mobiliar schlugen Flammen und Stahl auf ein Wesen, das sich durch Reflexionen bewegte, Licht krümmte und Stimmen verzerrte. Doch vereint – mit Schweissers Erfindungsgeist, Tervons unerschütterlicher Wucht, Durtus‘ Naturmagie und Mariks Schattenkünsten – gelang es der Gruppe, den Teufel in die Flucht zu schlagen. Zurück blieb der geborstene Spiegel… und eine gespenstische Stille.

Am nächsten Morgen setzten sie ihre Reise fort – mit dem unheilvollen Artefakt im Gepäck und einem neuen Ziel: Die Spiegelkammer der Harpels in Langsattel. Dort erfuhren sie von einem uralten Bannkreis, der einst einen mächtigen Spiegelteufel gefangen hielt – bis dieser auf mysteriöse Weise entkommen konnte.

Ein dunkler Verdacht keimt: War der Spiegel ein Fragment jener Kammer? Und wenn der Teufel frei ist… wer steht wirklich im Spiegel, wenn wir hineinschauen?

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