The Unkown – Session 23.1

Während Durtus, Jacko und Tervon seltsamen Pfaden in den Schatten des Waldes folgten, bewegte sich eine zweite Gruppe gleichzeitig durch denselben Forst: Marik, Schweisser, Hack Um und Vondra hatten Langsattel hinter sich gelassen und wanderten auf dem bekannten Weg zurück nach Neverwinter.

Die Stimmung war gespannt, das Unterholz still – zu still. Als sie eine vertraute Wegbiegung erreichten, bebte der Boden. Mit widerwärtigem Knacken und Gestank erhob sich ein fauliger Baumstumpf, von giftigen Ausdünstungen umhüllt. Schwarze Pilze sprossen auf seinem Rücken, als er auf die Gruppe zustapfte. Noch ehe sie reagieren konnten, brachen zwei weitere dieser verrotteten Kolosse aus dem Dickicht hervor.

Der Kampf war chaotisch. Die Stümpfe schlugen mit knorrigen Armen, stießen Schwaden üblen Dunstes aus, und immer wieder lösten sich Pilze von ihren Körpern, die wie tollwütige Selbstmordläufer auf die Helden zusprangen und in giftigen Explosionen zerplatzten. Hack Um stellte sich wie eine Wand vor seine Gefährten, Vondra nutzte die Lücken mit blitzschnellen Angriffen, Marik stimmte seine Magie an, und Schweisser ließ seine Konstruktionen fauchen und knattern.

Schließlich fielen die Ungetüme unter Feuer, Stahl und Zauber zu Boden. Zurück blieben verkohlte Reste und ein widerwärtiger Pilzgeruch, der noch lange in den Rüstungen hing. Schweisser, mit der typischen Mischung aus Tüftlerneugier und Wahnsinn, sammelte sorgsam Teile der explodierten Pilze ein – in der Hoffnung, sie irgendwann nachzüchten zu können. Die anderen schüttelten nur die Köpfe.

Der restliche Weg verlief ruhiger. Sie fanden sogar ihre alten Lagerplätze wieder, inklusive eines Topfes mit Jackos berühmter Rindensuppe, der in der feuchten Erde vergessen worden war. Niemand wagte es, ihn noch einmal aufzuwärmen.

Als sie schließlich die Mauern Neverwinters erreichten, bot sich ein neues Bild. Eine lange Schlange wartender Händler und Reisender drängte sich vor dem Stadttor, während Wachen unruhig hin und her patrouillierten. Banner flatterten im Wind, Schilde blitzten, Befehle wurden gebrüllt. Die Stadt stand unter erhöhter Wachsamkeit.

Marik jedoch hatte wenig Geduld für Formalitäten. Mit geschickter Dreistigkeit schob er sich an den Wartenden vorbei, ignorierte die murrenden Proteste und gelangte als Erster zur Wache. Dort erfuhr er die bittere Wahrheit: Noch immer erschütterten Anschläge die Stadt. Die Verschwörer, die den Herzog von Neverwinter bedrohten, hatten nicht aufgegeben. Der Ausnahmezustand hielt an, und jeder Neuankömmling wurde misstrauisch geprüft.

Während Marik bereits in der Stadt stand, reihten sich die anderen widerwillig in die Schlange ein, bis auch sie durch das Tor gelangten. Gemeinsam betraten sie die Straßen Neverwinters, erfüllt von dem festen Vorsatz, Bobby in der Kaserne aufzusuchen und Antworten zu finden.

Damit endete ihre Reise – am Tor einer Stadt, die im Sturm der Intrigen gefangen war.

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